Die richtige Pflege und Wartung deines E-Bike / Pedelec

Mit der richtigen Pflege deines E-Bike / Pedelec bleiben Antrieb, Bremsen und Räder in bester Verfassung, so dass es nicht aufgrund von unerwartetem Verschleiß zu Unfällen kommt.

1. Akkupflege, Umgang, Aufbewahren

Wenn du dein E-Bike regelmäßig nutzt, solltest du es von Zeit zu Zeit reinigen. Gerade feuchter Schmutz setzt sich schnell in den kleinsten Ritzen fest. Auf die Dauer leidet der Antrieb darunter, auch die Bremsen könnten bei starker Verschmutzung Schaden nehmen. Vor allem verteilt sich Dreck gerne auch auf deiner Kleidung, und wenn er mit Öl in Verbindung kommt, sind die Flecken schwer zu entfernen. Mit der regelmäßigen Pflege bleibt dein E-Bike dagegen optisch ansprechend, und du freust dich immer auf die nächste Fahrt. Ganz nebenbei bleiben Antrieb, Bremsen und Räder in bester Verfassung, so dass es nicht aufgrund von unerwartetem Verschleiß zu Unfällen kommt. Am besten bewahrst du dein E-Bike in einem trockenen, sauberen und kühlen Raum auf. Ein Fahrradkeller ist zum Beispiel eine gute Wahl.

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Bei der Pflege deines Fahrrads kommt dem Akku ein besonderer Stellenwert zu. Bevor du mit einer größeren Reinigungsaktion startest, solltest du den Akku entfernen. Dazu schließt du das Schloss des Akkus auf und hängst ihn aus. Wische ihn mit einem feuchten Tuch ab, und achte darauf, dass er nicht zu nass wird. Sonst musst du im Nachhinein aufwändig trocknen und polieren. Wenn du von Anfang an sorgfältig mit deinem Rad umgehst, ist es immer einsatzbereit, wenn du auf Tour gehen willst.

2. Reinigung bewegliche Teile und Verschleißteile (Schaltung, Bremsen, Kette, Naben) 

Alle beweglichen Teile und die Verschleißteile sollten ebenfalls sorgfältig gepflegt werden. Damit Schaltung und Kette keinen Schaden nehmen, solltest du die Kette am vorderen Ende und in der Mitte fetten. Am hinteren Ende würde Fett der Bremse schaden, sie sollte auf keinen Fall mit Öl in Berührung kommen. Hier ist Sorgfalt angesagt, denn eine fettige oder ölige Bremse arbeitet nicht sauber. Wenn du mit einem E-Bike unterwegs bist und die Bremsanlage nicht ordentlich greift, gefährdest du dich und andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb ist es wichtig, sorgfältig vorzugehen und die Bremsen nicht mit Öl in Verbindung zu bringen. Am besten schaltest du nach dem Ölen der Schaltung ein paar Mal durch alle Gänge, damit alle Zahnräder ordentlich gefettet werden. Die Naben der Räder verdienen ebenfalls eine sorgfältige Behandlung. Achte darauf, dass du Schmutz von der Nabe zur Felge entfernst, damit der Dreck nicht in die Radlager gerät. 

3. Waschen, Putzen, Pflegen (Rahmen, Sattel, Lenker, Elektronik, Verdrahtung, Beleuchtung)

Die festen Teile deines E-Bikes reinigst du am besten mit einem speziellen Fahrradshampoo. Es pflegt das Metall oder das Aluminium und löst den Schmutz besonders sanft. Einen herkömmlichen Reiniger solltest du nicht verwenden, denn damit entfernst du Fett, und das ist bei der Fahrradkette eher schädlich. Lasse das Shampoo kurz einwirken und entferne es mit viel Wasser. Dazu kannst du einen Schwamm verwenden. Achte aber darauf, dass kein Wasser in den Akku und in die Befestigung des Akkus läuft, denn das musst du im Nachhinein wieder trocknen. Wische gleich danach mit einem weichen Tuch und prüfe vor allem den Akku und die Kontakte. Wenn du hier sorgfältig vorgehst und die Kontakte ordentlich trocknest, vermeidest du später unter Umständen einen Kurzschluss, wenn du das E-Bike wieder in Betrieb nimmst. Ein Wort noch zu den üblichen Hochdruckreinigern, die man gerne zum Säubern von Rädern empfiehlt: Für ein E-Bike ist ein Hochdruckreiniger denkbar ungeeignet. Denke daran, dass das Wasser mit hohem Druck auf das Rad gesprüht wird. Es kann ganz leicht in den Akku laufen und diesen beschädigen. Ein Hochdruckreiniger mag zum Säubern eines normalen Fahrrades gut geeignet sein, aber für ein E-Bike ist es auf keinen Fall zu empfehlen. 

4. Felgen, Reifen, Luftdruck 

Am besten reinigst du die Reifen und die Felgen, indem du das komplette Rad von deinem E-Bike abmontierst und den Reifen mit einem Wasserschlauch absprühst. So löst du festen Schmutz ganz leicht auf und kannst ihn entfernen. Felgen und Reifen werden so innerhalb kurzer Zeit blitzsauber und glänzend. Wenn dir das zu umständlich ist, reinigst du zuerst die Naben, wobei du vom Inneren des Rades in Richtung Felge wischst. Danach entfernst du den Dreck auf der Felge. Zum Abschluss solltest du noch den Reifendruck deines E-Bikes kontrollieren. Es ist wichtig, dass beide Reifen gut aufgepumpt sind. Ist der Reifen zu weich aufgepumpt, erhöht das den Widerstand, das Profil fährt sich dadurch schneller ab. Außerdem federt das Bike dann recht stark, und du spürst jede Unebenheit auf dem Boden. Ein voll aufgepumpter Reifen hat einen geringeren Rollwiderstand, das kann sich auf hartem Untergrund unangenehm anfühlen. Damit du auch längere Strecken bequem fährst, solltest du ausprobieren, mit welchem Luftdruck du dich wohlfühlst.

Wenn du dein E-Bike so regelmäßig pflegst und in Schuss hältst, ist es immer einsatzbereit, wenn du damit auf Tour gehen willst. Vor allem aber sind die wichtigen Teile wie die Bremsen und die Reifen immer gut in Schuß. Du reduzierst dadurch die Gefahr von Unfällen durch ein Versagen der Bremsen, durch einen geplatzten Reifen oder durch ein nicht rechtzeitig entdecktes Loch.

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