Über mich

Aktiv, sportlich, gesundheitsbewusst – wenn ich mich selbst mit drei Worten beschreiben sollte, dürften diese drei Prädikate wohl an erster Stelle stehen. Als junger Mann mit Ambitionen war mir kein sportliches Ziel zu groß, keine Herausforderung zu schwer. Immer im Mittelpunkt stand dabei meine Leidenschaft für den Radsport, den ich viele Jahre lang sehr aktiv und fast ein wenig exzessiv betrieben habe. Von meiner seit frühester Jugend aufgebauten Kondition konnte ich auch in Phasen profitieren, in denen mir mein Beruf wenig Zeit und Raum für das regelmäßige Training ließ. Im stolzen Alter von über 50 Jahren habe ich den sportlichen Wiedereinstieg erfolgreich geschafft. Die Begeisterung für das Fahrradfahren ist geblieben, allerdings bevorzuge ich heute die etwas gemäßigte Variante: Das E-Bike ist mein ständiger Begleiter. Gerne möchte ich meine Freude an einer der schönsten Sportarten der Welt mit Ihnen teilen.

Mein Name ist Martin Göppert, ich komme aus dem wunderschönen Schwarzwald. Schon als Kind träumte ich davon, ein guter Sportler zu werden und konzentrierte mich zunächst auf den Laufsport. In Sportverein meines kleinen Heimatorts habe ich mich dann erst einmal mit dem Fußballspiel beschäftigt. Im Alter von 14 Jahren war mir das allerdings nicht mehr genug – ich wollte meine Grenzen buchstäblich „erfahren“. Eine Radtour an den Bodensee schien mir bei einer Entfernung von 170 Kilometern als die Herausforderung, der ich mich stellen wollte. Ich konnte einen Schulkameraden für diese Idee und für die Bewegung an der frischen Luft begeistern. Das bis dahin größte Problem galt es allerdings noch zu meistern, denn ich besaß kein funktionsfähiges Fahrrad. Kurzerhand „lieh“ ich mir das Damenfahrrad mit drei Gängen von meiner Schwester, und wir machten uns auf den Weg. Wir übernachteten auf dem Campingplatz oder im Freien – und ich vermute, dass meine Leidenschaft für die Bewegung an der frischen Luft und für den Sport auf zwei Rädern damals endgültig entfacht wurde. Ich war so begeistert von meiner neuen Freiheit, dass ich völlig vergaß, zu Hause anzurufen – unnötig zu erwähnen, dass meine Eltern in größter Sorge waren. Doch mich hatte die Begeisterung für den Radsport so sehr gepackt, dass ich mich bald auch in Wettkämpfen messen wollte.

Von der vierten bis zur 10. Klasse war ich Ministrant, und wir hatten einen sehr jungen und äußerst dynamischen Pfarrer. In dieser Phase hatte ich unzählige Gelegenheiten, an Wandertouren und Jugendfreizeiten teilzunehmen, und kam so auch in höhere Berge wie die Alpen. Schon bald hatten wir den Nord- und Südschwarzwald und den Bodenseeraum erkundet. Auch an der Jugendarbeit fand ich Spaß und konnte bei mehreren Jugendfreizeiten meine Kreativität und meine Rhetorik entwickeln und ausbauen. Von Zeit zu Zeit war ich Teil des Leitungsteams, ein Jahr lang hatte ich die Position des Leitungsteamleiters inne.

So entstand meine Begeisterung für den Radsport

Ein Jahr nach meiner Bodenseetour musste das Damenrad meiner Schwester erneut herhalten. Mit meinem Cousin fuhr ich in drei Tagen an den Lago Maggiore. In den 14 Tagen dieser Sommerferien lernte ich den wunderschönen See von einer Seite kennen, die sonst nur sehr erfahrene Radfahrer erleben. Wir hatten lediglich eine Grundausstattung mit zwei Gepäcktaschen bei uns und haben uns während der ganzen Tour selbst versorgt. Ein Benzinkocher und ein Allesbrenner von Whisper Lite, ein Zwei-Mann-Zelt – unsere Dackelgarage! - Wäsche zum Wechseln, eine Regenhose mit Jacke, etwas Proviant, eine Fahrradpumpe, einen Schlauch zur Reserve und das nötige Werkzeug für kleinere Reparaturen hatten wir in unseren Taschen. Mehr brauchten wir nicht, um die bis dahin schönsten Ferien unseres Lebens zu verbringen. 

Kurze Zeit später kaufte ich mir im nahen Straßburg ein gutes Rennrad. Schon damals entschied ich mich für Klickpedale, an das Fabrikat erinnere ich mich noch genau. Die Marke „Look“ war damals Vorreiter für Klickpedale für Hobbyradfahrer. Ich war damals einer der ersten, der diese Pedale nutzte, doch die Kraftübertragung war einzigartig, denn sie war um Klassen besser als bei einem herkömmlichen Pedal. 

In dieser Zeit trat ich meine Arbeitsstelle als Elektriker an. Den Weg zu meinem Arbeitsplatz und zurück legte ich Tag für Tag mit dem Fahrrad zurück, wobei die einfache Strecke stolze 15 Kilometer betrug. Meine Eltern besaßen eine kleine Obstanlage, so dass ich mich nach Feierabend dort körperlich betätigen durfte. Bis heute haben ich den Duft von frischem Obst in der Nase, und mit dem ausgewogenen Kraft- und Ausdauertraining konnte ich die Basis legen für meine spätere körperliche Konstitution. 

Mit diesem Training schaffte ich die körperlichen Voraussetzungen für die folgenden Touren

Mit 16 Jahren fuhr ich durch das Tal der Loire nach Bordeaux. Von uns aus war die Strecke rund 1.200 lang. Da die zwei Wochen Urlaub nicht ausreichten, mussten wir den Rückweg mit dem Zug zurücklegen. Auf dieser Tour fuhr ich mein Rennrad mit einem Druck von rund sieben Bar, einem 20er Mantel mit Drahtring vorne und einem 22er Mantel hinten. Die Kombination aus schmalen Reifen mit hohem Druck hatte den Vorteil eines geringen Reibungswiderstands. Aufgrund der geringen Haftung, einer höheren Materialabnutzung und drohenden Sitz- und Rückenproblemen rät jeder Fachmann davon ab, und für ungeübte Fahrer ist sie sogar gefährlich. Trotzdem konnte ich mein Pensum pro Jahr von rund 10.000 Kilometern auf dem Rad auf 15.000 Kilometer erhöhen. Radtouren machten davon rund 30 Prozent aus. 

Im Alter von 17 Jahren ging ich eine Wette ein. Ich war überzeugt, dass ich in 14 Tagen mit rund 30 Kilogramm Gepäck nach Porto im Norden Portugals fahren könnte. Um die Wette zu gewinnen, musste ich wirklich ganz an meine Grenzen gehen. Von Freiburg bis nach Porto waren es rund 2.500 Kilometer, die mich über das Zentralmassiv nach San Sebastian und weiter in die Pyrenäen und die spanische Hochebene führten. In der Mittagszeit betrug die Temperatur rund 40 Grad Celsius auf einer Höhe von 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Nach 10 Tagen hatte ich das Meer und die Atlantikküste vor mir – und hatte 2.550 Kilometer geschafft! 

Mit 18 Jahren führte mich eine ähnlich herausfordernde Tour nach Athen, auf der ich mit 30 Kilogramm Gepäck über Steigungen von bis zu 14 Prozent und auch über unbefestigte Straßen fuhr. Der eine oder andere Abschnitt brachte mich in Militär- und Kriegsgebiet, auch Wegelagerer sind mir auf dem Weg begegnet. 

Mit gerade 19 Jahren konnten mich die Touren in Europa nicht mehr so fordern, wie ich mir das vorstellte. So kam ich zum Radrennsport. Ich nahm an ersten Wettkämpfen im Triathlon teil und steigerte mich über einen Zeitraum von fünf Jahren ständig. Der Höhepunkt war die Teilnahme am Ironman in Roth. 

Während der Zeit meines Zivildienstes in Ludwigsburg trainierte ich zwei Jahre lang wie ein Profi. Fünf bis sechs Tage pro Woche und täglich zwischen fünf und sechs Stunden war ich für meine Fitness aktiv. Mit 21 Jahren nahm ich am Swiss-Alpinmarathon teil. Der Bergmarathon ist 67,5 Kilometer lang und führt über 3.200 Höhenmeter. Für die Vorbereitung hatte ich gerade drei Wochen Zeit, weil mich ein verklemmter Nerv im Lendenwirbelbereich zunächst ausbremste. Zu wenig Stretching und zu wenig Ausgleich während meiner extremen Radtouren hatten dafür gesorgt, dass sich im Oberschenkel und im Rücken einige Muskeln verkürzten. Trotzdem schaffte ich den Marathon in der Topzeit von sieben Stunden und 20 Minuten. Aufgrund dieser Verletzung musste ich auf das Laufen umsteigen – und konnte hier zu meiner Freude ebenfalls mit sehr ordentlichen Ergebnissen punkten. 

In der Zwischenzeit sind einige Jahre ins Land gegangen. Genau genommen sind es rund 32 Jahre – und ich gebe zu, dass ich schon lange nicht mehr so hyperaktiv bin wie damals. In den letzten Jahren habe ich wohl eher Raubbau an meiner Gesundheit und an meinem Körper betrieben. Als Unternehmer und Verkäufer bin ich Tag für Tag rund 12 Stunden im Einsatz und stecke sehr viel Zeit und Energie in meinen Job. Bis auf wenige Ausnahmen wie den gelegentlichen Besuch im Fitnessstudio in den Wintermonaten achte ich kaum noch auf den körperlichen Ausgleich und auf meine Fitness. Trotzdem spüre ich bis heute, dass ich von meiner damaligen Konstitution profitiere! 

Die oben so eindrucksvoll geschilderte Leidenschaft für Ausdauersport und ganz besonders für das Fahrradfahren und für Radtouren durch die schöne Natur ist mir erhalten geblieben. Bis heute habe ich nicht vergessen, wie viel Spaß ich in der freien Natur hatte und wie viel Kraft und Energie ich daraus gezogen habe. Deshalb habe ich für mich den Entschluss gefasst, wieder mehr für meine Gesundheit und meine Fitness zu tun. Als Freizeitsportler und als Naturfreund weiß ich, wie wichtig der mentale Ausgleich und die körperliche Konstitution sind – und dass man mit etwas Ausdauer und der richtig dosierten körperlichen Anstrengung einen stressigen Alltag viel besser übersteht. 

Seit einiger Zeit habe ich übrigens einen neuen Freizeitkameraden gefunden: Das E-Bike oder Pedelec ist zu meinem ständigen Begleiter geworden. Fahrradfahren ist äußerst gelenkschonend, es ist perfekt für den Aufbau der Kondition und wirkt sich sehr gut auf das Herz-Kreislauf-System aus. Auch als untrainierter Sportler kann man gut mit dem E-Bike fahren, denn der Elektromotor hilft vor allem bei mittleren oder längeren Strecken und macht den Wiedereinstieg auch nach einer mehrjährigen Phase der sportlichen Abstinenz viel leichter. Ein E-Bike ist perfekt, wenn man mit dem Fahrrad flott unterwegs sein will, auch wenn die eigene Kondition noch zu wünschen übrig lässt. Natürlich ist das Rad mit elektrischem Antrieb genauso gelenkschonend wie ein herkömmliches Fahrrad! Deshalb kommt das E-Bike sehr gut für Menschen in Frage, die aufgrund von Gelenkproblemen längere Zeit nicht sportlich aktiv werden konnten oder wollten. Für mich – einen fast 52 Jahre alten sportlichen Wiedereinsteiger! – war das E-Bike optimal, denn ich konnte dadurch langsam wieder Ausdauer aufbauen und hatte trotzdem gleich von der ersten Minute an viel Spaß beim Bewegen in der freien Natur und an der frischen Luft. Ganz nebenbei steigere ich meine Fitness von Tag zu Tag mehr und gönne mir einen perfekten mentalen Ausgleich zum Abschalten vom Alltag.

Warum ich so sehr für mein gelebtes Projekt „E-Bike“ brenne? Weil es für mich der Inbegriff von Power, Kraft und Energie ist! Ich komme am Abend nach einer stundenlangen Fahrt nach Hause, ich bin ausgepowert und genieße es, wenn die Glückshormone in mir tanzen! Diese Ausgeglichenheit gibt mir ein super Lebensgefühl, und genau das hat mir in den letzten 30 Jahren meines Lebens gefehlt! Diesen unvergleichlichen Glücksrausch kann übrigens jeder erleben, denn das E-Bike ist optimal für Neueinsteiger und Untrainierte, wenn man den Kick von langen Radtouren in der freien Natur ohne große körperliche Betätigung spüren will!

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